Der junge Waldläufer

Schildert Erlebtes oder berichtet über Abenteuer aus der Sicht Eures Charakters.

Moderator: Offiziere

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Martilas
Beiträge: 16
Registriert: Sa 7. Jan 2012, 12:59

Der junge Waldläufer

Beitrag von Martilas »

Prolog: Der junge Waldläufer

Dies sind die Aufzeichnungen des Martilas, Sohn des Aaros und Helaitha.

Geboren und aufgewachsen in Esteldin, zwischen Ruinen, Zelten und Dreck.
Doch mit welcher Liebe ich auf dich blicke, du mein Esteldin.
Wie oft ich auf der Nordmauer lag und den Sonnenaufgang genoss, sowie die Aussicht
in das dahinter liegende Tal. Ohne Sorge unserer Zeit oder meines Volkes.

Mein Vater lehrte mich viel, er ist ein weiser Mann und fähiger Kämpfer.
Doch nach jahrelanger Ausbildung, sollte meine Prüfung härter werden als
ein Schlag mit dem Übungsschwert auf die Schulter.

17 Winter hatte ich durchlebt, als die Orks uns belagerten. Für einen Kampf
wusste ich genug, doch um wirklich zu kämpfen fehlte mir die Erfahrung.
Mit 5 meiner Brüder zog ich los, die Orks in Dol Dinen schwächen so war unser
Geheiß. Mit der Natur im Einklang so schlichen wir direkt vor ihr Lager.
3 Ziele und 5 Schützen, hätte uns die Ehre leichter zu teil werden können?
Spannen, zielen, schießen. 5 tödliche Pfeile schossen auf unsere Gegner zu
und rissen sie wie tollwütige Hoarbüffel von den Beinen. Nie zuvor habe ich
einen todbringenden Pfeil gen Feind geschickt. Doch jetzt galt es sich wieder schnell
im Gehölz zu verbergen. Ein schneiden des Windes... dieses pfeiffen... Pfeile! Wie
harter Regen prallten die Pfeile der Orks gegen die Bäume hinter denen wir uns
verbargen. Keine Zeit! Kein Rückzug! Rasch den Feind zu Boden werfen, eher er
den Spuren des Rückzugs nach Esteldin folgen könne. Denn noch lag es verborgen.
Unsere Pfeile begannen sehr schnell zu schwinden und es galt noch 7 Orks zu fall
zu bringen. So kam auf gleicher Hand der Nahkampf mit Schwert und Fäusten gegen
den Feind der geifernt und zähneknichernt vor uns stand.

....
Martilas
Beiträge: 16
Registriert: Sa 7. Jan 2012, 12:59

Re: Der junge Waldläufer

Beitrag von Martilas »

Ich erhob mein Schwert und spürte wie meine Hände zu zittern begannen.
Als die Schwerter sich trafen flogen Funken in die Nacht.
So sehr ich mich bemühte die Verteidigung meines Feindes
zu durchbrechen, ich scheiterte. Als meine Bewegungen
nur noch aus Paraden bestand, schlich sich unter all dem
Getümmel und Kampfeslärm eine Errinnerung an mich
heran, die Worte meines Vaters.
"Martilas, wenn du deinen Gegner nicht mit deinen Stärken
bezwingen kannst, suche nach seinen Schwächen."
Doch der Ork hatte mich zu Boden gedrückt und wetzte
sein grobes Schwert über den meinen, so das es fast
meine Nase berührte. Da sah ich es. Sein rechtes Auge -
es fehlte! All meine Kraft stämmte ich nun in meinen
rechten Schwertarm um des Feindes zu halten, mit
dem anderen zog ich einen Dolch aus meinem Gürtel
und rammte es dem Ork zwischen die Rippen. Die Zeit
zum streich war gekommen und auch die Zeit des Orks
welcher nun regungslos neben mir lag. Kaum das ich wieder
auf den Beinen stand, wieder dieses Geräusch das den Wind
teilt. Doch kam es nicht aus den Reihen der Orks, sondern
hinter unserern Rücken. Eine kleine Schar aus Esteldin und
mein Vater waren gekommen! Keinen Augenblick zu spät,
denn nur um Haaresbreite hätten die Orks unsere Leiber
zerissen. Nur für Methlin und Argo kam der Beistand nicht
zur rechten Zeit. Keine Zeit der Trauer, es galt unsere
Brüder zu bergen, Spuren zu verwischen und sicher zu stellen
das niemand uns folgt auf unserem Rückweg.

...
Martilas
Beiträge: 16
Registriert: Sa 7. Jan 2012, 12:59

Der Auszug aus Esteldin

Beitrag von Martilas »

Der Auszug aus Esteldin

Viel Zeit ging in das Land, nach all den Schlachten gegen Orks und schlimmeren,
war meine Ausbildung endgültig abgeschlossen.
Doch was nun? 25 Winter lang war ich jetzt schon Martilas von Esteldin und hatte
doch nur den Norden gesehen. Viel ging mir durch meinen Kopf, lies mich nicht zur
Ruhe kommen. So wenige.... Nur so wenige Dunedain. Ist unser Schicksal seit den
Tagen Arnors besiegelt? Sollten wir nun langsam aus der Welt entschwinden?
Doch dann wäre alles umsonst gewesen, nur ein Schatten der Zeit der schnell
der ewigen Dunkelheit einhergeht.
So fasste ich einen Entschluss, Esteldin zu verlassen.

In tiefer Wehmut nahm ich Abschied. Doch nicht zur Gänze allein schritt ich hinaus.
Der Bogen meines Vaters hielt meinen Rücken, den er einst von einem Elben zum
Geschenk bekommen hatte. Und auch sein Ross Thoálas, eines der schönsten
und treusten Rösser Esteldins, begleitete mich.

So führten mich meine Schritte fort von Esteldin gen Süden.
Mein Belang - die verstreuten Dunedain finden.

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