Verdeckt, mit Pinsel, Feder und Feudel

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Egin
Ruhmeshalle
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Registriert: Mo 11. Aug 2008, 21:49
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Verdeckt, mit Pinsel, Feder und Feudel

Beitrag von Egin »

Bewaffnet mit Besen, Schaufel, Eimer, anderen Putzutensilien und einem Schild stehen Aglaron und Elemiril frühmorgens vor dem Eingang des in einer Seitengasse der Breelandsiedlung gelegenen Hauses. Sicher haben sie beim Durchmarsch durch die Siedlung für die hiesigen Anwohner ein seltsames Bild abgegeben - zwei Elben mit derartigen Gerätschaften - obwohl sich beide dessen nicht bewußt sind, was wissen sie schon was Menschen seltsam vorkommt. Elemiril zumindest sieht wirklich merkwürdig verkehrt aus und fühlt sich auch so. Noch nie hatte sie dergleichen Gerät in ihren Händen gehabt, geschweige denn benutzt. Sie fragt sich, wozu dieser Stock an einem Ende mit dieser Reihe Borsten versehen ist. Für Aglaron wiederum ist dies nichts Neues. Oft hatte er früher, im letzten Zeitalter, die Werkstätten seines Vaters fegen und wischen geholfen. Er betrachtet die Aktion, die nun vor ihnen liegt, als eine interessante Abwechslung, hatte deswegen Egins Bitte ohne Zögern angenommen. Elemiril wiederum steht vor einer Expedition in Unbekanntes. Ihr Herz klopft, aber hatte sie nicht gerade solche Abenteuer zu erleben ihre Heimat verlassen?

Ich würde selbst gehen, aber ich weiß nicht, ob ich verfolgt würde und damit Feinde genau dorthin führe, wohin ich sie nicht haben möchte, hatte Egin geschrieben. Tut so, als seid Ihr ein neuer Mieter, so daß sich keiner wundere, was Ihr so lange in diesem verlassenen Haus macht. Ihr werdet längere Zeit brauchen, denn die Pläne und Zeichnungen von der Truhe sollen so genau wie möglich sein, ein paar Stunden werden nicht ausreichen, rechnet in Tagen. Bereitet das Haus wie für einen Einzug vor. Gleichzeitig könnt Ihr mit dem Putzen auch Spuren verwischen. Gut, daß Egin spezifiziert hatte, was er unter ‚längere Zeit’ versteht. Menschen haben offensichtlich ein etwas eigenes Zeitverständnis. Aglaron könnte problemlos in der kurzen Zeit von wenigen Monaten die Truhe genau skizzieren, einschließlich des Zeichnens der Holzmaserung, Bestimmen des Alters und der Herkunft des Holzes und dem Fundort des für die Beschläge verwendeten Erzes. Aber offensichtlich sollten die zu konstruierenden Duplikate nur für wenig differenzierende menschliche Augen gleich aussehen.

Als erstes ersetzt Aglaron das mit ‚Taldaras’ beschriftete Schild am Eingang durch eines mit ‚Harndol & Laurel’. Dann schaut er zur unsicher dastehenden Elemiril und spricht beherzt: Auf geht’s, mein Südschöpfchen!
Elemiril faßt sich, und antwortet grinsend: Ja, mein Goldstück!
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