Alte Gedanken Anrangars

Geschichten und Berichte vergangener Tage.

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Alte Gedanken Anrangars

Beitrag von Anrangar » Fr 2. Jan 2009, 23:17

(Ich werde hier mal alte kleine unabhänige Geschichte unter einem Sammelbeitrag auführen.)
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Eine Balade von Mirelda

Beitrag von Anrangar » Fr 2. Jan 2009, 23:18

Ein Brief erreicht Anrangar nach langer Zeit, schon fast hätte er die Hobbits vergessen gehabt.

Hallo Hobbitfresser! (Anmerkung des Schreibers: Ich habe die junge Dame darauf hingewiesen, dass dies keine höfliche Anrede ist!)

Ich hoffe der Schreiberling schreibt auch das was ich ihm sage, er ist nämlich manchmal recht eigensinnig.

Kurz nach unserem Treffen in Bree habe ich eine Ballade verfasst, nun eigentlich schon am darauf folgenden Tag. Leider kam ich bisher nicht dazu sie vorzutragen, nicht einmal Meradoc hat sie gehört, also verzeih, wenn sie noch nicht ganz ausgereift ist, aber ich habe ja versprochen einen Schreiber zu bitten sie für Dich aufzuschreiben.

Es ist sicherlich nicht die Ballade die Du jetzt erwartest ich hoffe dennoch, dass sie Dir gefällt. Deine Erzählungen aus Deinem Leben in eine Ballade zu fassen fällt mir aber viel schwerer, vielleicht liegt es daran, dass sie so traurig ist und so bin ich nicht über ein zwei Strophen hinaus gekommen, aber irgendwann wird auch sie vollendet sein.

Wie dem auch sei. Anbei eine Schrift meiner Ballade, der Schreiberling meint die 2te Strophe sei nicht gelungen, aber er kann mir auch nichts besseres sagen, also soll er lieber ruhig sein und schreiben.

Grüße
Mirelda

P.S.: Eine mittelschnelle Volksweise sollte als Melodie genügen.
"Der Hobbitfresser"

Liebe Leute gebt gut acht,
wenn Ihr seid in Bree des Nachts!

Zwei neugierige Halblinge,
war'n voll guter Dinge!

Sie hofften auf einen Schmaus;
und fanden bald ein Gasthaus!

Suchten gewiss kein Abenteuer,
doch fanden ein sie ein Ungeheuer!

Hobbits wollt's fressen;
ganz und gar schien's besessen!

Die Flucht in die dunkle Nacht,
schien den Hobbits angebracht!

Zur Tür wollten sie schleichen,
da sahen sie vom Fresser ein Zeichen!

Der Weg war blockiert,
würden die Hobbits nun attackiert?

Mutig stellten s'sich der Gefahr
die doch keine war!

Einem Menschen war'n sie aufgesessen
der sie doch nicht wollte fressen!

Was die Hobbits so in Atem hielt,
war nur ein Streich den er gespielt!

So liebe Leute gebt gut acht,
wenn Ihr seid in Bree des Nachts!

Die Menschen die Euch dort begegnen,
sind um Späße nicht verlegen!
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Eine überraschende Wendung

Beitrag von Anrangar » Fr 2. Jan 2009, 23:19

Anrangar zog alleine umher quer durch die Lande dem Wind entgegen, jenachdem aus welcher Richtung er kam.Der Schmerz war unhaltbar groß,... wie konnte Mave mich einfach im Stich lassen..., sprach er mit Tränen in den Augen zu sich selbst. Seine Gedanken wirr und ungehalten schwirrten in ihm hin und her. Leicht Abwesend ohne wirkliches Ziel führte ihn der Wind durch Angmar nach Garth Fortnir. Der Rat des Nordens stellte erneut eine kleine Streitmacht zusammen um in den Norden in die Spinnenhöhlen einzudringen. Anrangar schloß sich jenen an, doch als eine ihm wohl bekannte Person in ansprach, bereute es fast. Mordeana, jene Kriegerin, der er nicht mehr vertraute, seit sie ihm damals ohne zu zögern tief in die Handinnenfläche geschnitten und danach eine giftige Spinnenborste reingedrückt hatte. Die Narbe war noch immer zu sehen und erinnerte ihm stehts an diese Frau und das leichtsinnige Abenteuer, nur mit einer Hand voll Krieger diese Spinnenhöhlen zu betreten. Heftig wurden Sie niedergeschmettert und zurückgetrieben. Doch heute war es anders, Mordeana leicht ignorierend blickte er sich um, es waren viele da, die dem Rat des Nordens halfen. Der Schlachtzug brach auf und Anrangar versuchte Abstand zu Mordeana zu halten. Sie drangen tief in die Höhlen vor und besiegte eine monströse Spinne. Sie trennten der Spinne den Kopf ab. Verklebt mit Spinnennetzen an der Kleidung, überall triefte das Spinnenblut, was sich mit dem eigenen roten Blut vermischte und an den eigenen offenen Wunden brannte es, wenn etwas Grift der Spinnen sie trafen. Sie verliesen mit dem Kopf die Spinnenhöhlen um zurück zu kehren. Auf dem Weg zurück, stellt sich wieder Mordeana ihm in den Weg. Sie suchte ein Gespräche, etwas was ihn zunächst misstrauisch machte. Er kannte sie so nicht. Sie fragte doch allen ernstes warum ich mich so verhielte. Anrangar zeigt ihr seine Hand und die Narbe, das einzige was sie tat, war erneut etwas Spinnengift über die Narbe zu streifen. Am liebsten hätte Anrangar ihr die Hand abgeschlagen, doch er war verwirrt, so dumm konnte sie doch nicht sein. Sie versuchte sich zu erklären und Anrangar seine Sicht von Vertrauen. Für Mordeana schien dies ein Akt einer Freundschaft zu besiegeln. Dann geschah etwas, was ihn selbst sehr überraschte, Mordeana entschuldigte sich bei ihm und streckte ihm ihre Hand entgegen.
mordeanas_entschuldigung.jpg
mordeanas_entschuldigung.jpg (53.36 KiB) 4194 mal betrachtet

Verwundert und verwirrt stand er da, doch langsam verstand er diese Frau, so hoffte Anrangar. Sie lud ihm zum Essen ein, doch ihm war nicht für Essen, der Schmerz in ihm war noch zu groß um jetzt groß zu feiern. Auch mußte er über Mordeana und ihre Taten nachdenken, leichte Skepsis hausten noch in ihm. Ein andermal würde er sicher das Angebot annehmen, doch zunächst trennten sich die Wege wieder, doch diesmal eher in Freundschaft.
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Ein zweites Treffen mit Osrig

Beitrag von Anrangar » Fr 2. Jan 2009, 23:20

Schon nach dem ersten Treffen hatte Anrangar ein merkwürdiges Gefühl über Mann den er einfach nur als Osrig kannte. Das er Vorgab die Valar zu hören vielleicht sogar mit Ihnen in Kontakt zu sein, machte ihn für Anrangar noch merkwürdiger, als sein Auftreten eh schon war. Doch er wußte bisher immer vieles, wenn nicht gar Alles über Mave. Das war Grund genug um mit ihm weiter in Kontakt zu bleiben, mehr über ihn zu erfahren, ihn zu beobachten. Denn ob er ihr nun Gutes oder Böses wollte, war Anrangar noch nicht so ganz klar. Er gab vor, er wollte Mave nur schützen, dennoch wußte Anrangar wohl, dass Osrig Mave einmal in eine Falle geloggt hatte. Fern von Sinnen, beherrscht von einem anderen Geist, war er gewesen, so schien er vorzugeben. Osrig erzählte etwas von einigen Söldnern, die Mave verflogen sollten. Ob dies die Wahrheit war, Anrangar interessierte es nicht, denn sollte es eine Gefahr für Mave geben, so wollte er dies verhindern. Selbst wenn es vielleicht eine Falle wäre, Anrangar mußte dies hinnehmen, denn was wäre wenn keine Falle wäre? Nein er konnte diese Geschichte nicht vergessen und bisher waren die Geschichten die er über Osrig gehört hatte, wohl immer Wahr gewesen. So vertraue ihm Anrangar erst einmal, denn bisher hatte er ihm keinen triftigen Anlaß gegeben dies nicht zu tun.

Viel war seit dem ersten Treffen passiert. Mave war fortgegangen. Eine Bitte hatte er Osrig geschickt, ihn erneut zu treffen, um ihn erneut ein paar Fragen zu stellen. In die einsame Lande hatte Osrig ihn gerufen, ihn empfangen, damit er seine Fragen Osrig stellen konnte. Anrangar hatte Emilyn, nach Maves Worten Maves engste Freundin, gebeten ihn zu begleiten zu dem Treffen, denn die einsamen Lande waren einsam und er wußte nicht was er zu erwarten hatte. Nördlich der verlassenen Herberge wartete er, jedoch nicht alleine, Oifea, eine Elbe, ebenso merkwürdig wie er selbst und vor allem sehr schweigsam, war mit ihm. Höflich und Freundlich war er, wie bereits beim ersten Treffen, doch diesmal schien er etwas ruhiger zu sein und etwas weniger arrogant. Etwas zum Nachdenken brachte es Anrangar, als Osrig sagte, dass er von Maves Fortgang nichts wußte. Gab er es nur vor ? Hatte er doch keinen Kontakt zu den Valar ? oder hielten es die Valar einfach nicht wichtig ihm es mitzuteilen ? fragte sich Anrangar im geheimen in seinen Gedanken und schmunzelte dabei innerlich.
Osrig lehnte nach längerem Gespräch ab Mave einen Brief zu überbringen, ändern konnte er es Anrangar nicht und Osrig verwies ihn wieder an Iskariel. Anrangar kam wieder auf das Gespräch auf die Söldner zu sprechen und bat ihn zusammen zu arbeiten. Osrig gab ihm einen Hinweis, einen Rat, der ihm sein Leben beschützen sollte. Eine Beschreibung über einen Zwerg und eine Art geheimer Erkennungsspruch? Anrangar wußte es nicht genau. Auch wußte er nicht wo er den Zwerg finden sollte. Vielleicht in den Wäldern in den Osrig ihn geschickt hatte nach den Söldnern zu suchen? Wieviel wußte dieser Osrig, diese Frage stellte sich Anrangar immer wieder. Doch Osrig nahm es an bei der Geschichte mit den Söldner sich gegenseitig zu unterstützen und Osrig gab ihm diese Anhaltspunkte und Ratschläge. So ging Anrangar mit Emilyn wieder nach dem Gespräch mit Osrig in Richtung des Breelandes. Nachdem sie sich verabschiedet hatten und Anrangar sich für ihr Geleit bedankte, trennten sich die Wege vorerst wieder. Er brach auf nach Bruchtal zu den Elben.

Er wollte jemanden aufsuchen, ein sehr treuer Gefährte in seinen Augen, ein Elb Namens Erandolas. Auch wenn er ihn im Grunde gar nicht kannte und der Elb nicht viel von den Menschen hielt. So redete er stehts von den Wegen der Valar und er war bisher bei seinen Reisen immer an der Seite von ihm und seinen Gefährten gewesen. Auch wenn er Anrangar etwas unheimlich war, da er nie etwas über sich erzählte und meist, in Anwesendheit von den für ihn niederen Völker, meist nur schwieg. Dennoch war er da und bisher immer dagwesen. Mehr kontakt hatte der Elb wohl mit Anrangars anderen elbischen Freunden wie Daimari. So bat er Erandolas um ein Gespräch in Bruchtal und so wie immer wenn irgendwer Erandolas um Hilfe bat, so kam er der Bitte nach. Anrangar berichtete dem Elb über Osrig und der Geschichte über den Valar. Der Elb war gewohnt rätselhaft und erzählte Recht viel über die Wege der Valar und dem Schicksal. Anrangar wußte nicht genau was er davon halten sollte, doch nahm er es einfach so hin, dass der Weg der Valar nicht immer ergründbar ist und die Menschen das Schicksal einfach so hinnehmen sollten wie es kommt, denn eins wurde den Menschen von den Valar vorbestimmt, der Tod. Erandolas erkundigte sich wie er diesen Menschen finden oder kontaktieren konnte, Anrangar konnte nicht einschätzen ob es Interesse oder gar Neugierde war. Doch Erandolas war stehts treu, ehrlich, sehr ruhig und bedacht gewesen. Er war stehts ein Teil von seinen Gefährten gewesen, wenn auch eins über das niemand etwas wußte. Er ist einfach da, mit diesen Gedanken setzte er seinen Weg wieder fort von Bruchtal gen Westen...
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Eine unerwartete Reise nach Dol Dinen

Beitrag von Anrangar » Fr 2. Jan 2009, 23:21

Es war der Wind und sein Pferd, was ihn nach Esteldin führte. Er streifte wieder umher, durch die Wälder, frei von Gefühlen, frei von Schmerz. Den weg zurück zu dem was er einst war, wieder den Weg zu finden, seine Strafe anzunehmen und zu durchleben bis die Strafe vergütet war. Er legte Rast in Esteldin ein, leicht verwundet schaute er sich um, viele kleine Gruppen, bestehend aus Bewaffneten, standen herum, so als würde sie sich sammeln. Er sah Frau Celestiel und ein paar ihrer Gemeinschaft, Anrangar setzte seine Schritte auf sie zu, grüßend und gleichzeitig fragend trat er der Runde bei. Nicht ganz konnte der dem Gespräch folgen, was vielleicht auch an seinem Mentalen Zustand lag, doch Frau Celestiel hatte seinen Bogen, ob sie die Frage bis zum Ende stellte oder nicht. Mehr überraschend sah er in Gesichter, die er ebenso als sehr lange und sehr gute Freunde empfang. Pardalis! Falandir! führ es in seinem Kopf, wieder ein wenig Hoffnung in der dunklen Zeit. Doch es waren noch mehr von dessen Gemeinschaft, Herr Grimnor erblickte er und noch viele mehr. Leicht verwundert war Anrangar über dessen Vorsicht und war dort etwa Skepsis und Abneigung in der Luft gegenüber jenen die Hilfe brauchten? Anrangar wußte es nicht genau, doch fühlte er so, doch war er sich seiner Gefühle zur Zeit nicht sicher und so vertraute er mehr auf seinen Verstand. Doch es gab noch mehr Unverständliches, was war nur los in letzter Zeit, fragte er sich, als er die Worte von Frau Celestiel vernahm, dass Sie Vreawyn angeheuert hatte ihren kleinen Trupp anzuführen. Er schüttelte ungläubig den Kopf, doch es war wohl ihr Ernst, denn er vernahm ihren Gang der er schon aus Entfernung zu hören vermochte. Das Klirren der Rüstung und das Auftretet ihrer Schritte, plump und einfach, hatte er schon mehr als einmal vernommen. Falandir lehnte es ab statt Vreawyn den Trupp anzuführen, was bedrückte ihn nur? Er hatte Frau Celestiel sein Wort gegeben und er folgte dem Trupp, doch nicht Vreawyn.

Das Ziel war Dol Dinen, es waren viele, einige so schien waren Söldner, es herrschte Unruhe in dem Schlachtzug, man spürte die Feindschaft in den Reihen, doch war es verwunderlich beim Söldnertum? Anrangar wußte es nicht, es interessierte ihn auch wenig, er sah seine Freunde um sich und denen folgte er bedingunslos.

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Es war eine harte Schlacht...

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viele Orks und Trolle fielen...

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immer und immer wieder...

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doch gab es auch Unstimmigkeiten innerhalb des Schlachtzuges...

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doch er funktionierte irgendwie...

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in Not halten wohl doch alle zusammen, so schien es wenigsten teilweise...

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doch die Feinde waren viele...

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ebenso wie die Anzahl der Verletzten und so wurde der Rückzug ausgerufen.

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Der Schlachtzug teilte sich auf und die einzelnen Gruppe verflüchtigten sich schnell. Da stand sie einsam und alleine am Ende, sie konnte ihm schon fast Leid tun - Vreawyn. Sie setzte leicht wütend ihren Weg nach Esteldin, war dein Hauch von eigener Enttäuschung in ihrem Gesicht?

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Er folgte ihr und stoppte ihren Weg, er zahlt das Sold, er wußte nicht genau ob es aus alter Gewohnheit war oder ob er ihr einfach etwas Mut spenden wollte. Wie sooft war sie recht freundlich und höflich, doch nichts anderes kannte er von ihr. Der weitere Weg wurde von einem Zwerg unterbrochen, dessen Herz wohl ebenso wie sein eigens schwer war. Er bat darum Frau Celestiel einen Waffenrock und einen Brief zu überbringen. Anrangar nahm sich dem gerne an, fühlte sich sein Herz doch im inneren genauso schwer an...

[ooc: weitere Screenshots gibt es hier. ]
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Ein Abschied, ein neuer Anfang? jedenfalls neue Hoffnung!

Beitrag von Anrangar » Fr 2. Jan 2009, 23:48

Anrangar saß in den Hallen der Schwerter des Nordens am großen Tisch vor dem Kamin im unteren Geschoß, er nahm ein paar Züge von seiner Pfeife und blickte in den knisternden Kamin. Es war still im Sippenhaus geworden. Er blickte in diese Leer Halle, es war spät geworden und er dachte nach:
Erneut war ich wieder alleine mit einem Getreuen unterwegs gewesen, wo die anderen waren, weiß ich auch nicht, jedenfall nicht da um uns zu begleiten. Auch beim letzten Treffen, wo zunächst viele wieder anwesend waren, zertrennte sich die Gemeinschaft nach den öffentlich Ablegen der Schwüre einiger neuen Gefährten. Es scheint als wäre es der Befehl gewesen, der sie überhaupt dazu veranlaßt hatte zu erscheinen. Danach verschwanden viele um ihre eigenen Wege zu gehen. Es war eine Hand voll die danach noch geblieben waren. Es scheint als wäre der Gedanken von Prisca und Nob verschwunden, ich hätte es nicht für möglich gehalten. Ich denke es wird Zeit dass ich einen anderen Weg gehen muss.

Kurz blickte Anrangar zu der Tür, die ins Obergeschoß führte, ehe er weiter in Gedanken schwelgte

Blut ist dicker als Wasser, daran wird sich nichts ändern Bruder, auch während des Zwist um Mave hat sich daran nichts geändert.

Anrangar setzte seine Pfeife ab, nahm ein Stück Pergament und begann zu schreiben:
Lieber Bruder,

ich werde aufbrechen und einen anderen Weg versuchen. Die Gemeinschaft hier ist mir zu zertrennt und aufgespalten. Es ist kein lebe wohl, denn Blut ist dicker als Wasser, wir werden uns wiedersehen und du weißt ja wo du mich findest. Ich werde jene suchen die unzertrennlich das gleiche Ziel verfolgen und den gleichen Weg gehen.

Auf Bald
Anrangar
Anrangar löscht seine Pfeife und faltet den Brief einmal. Langsam geht er ins Obergeschoß in sein Zimmer. Er packt die wenigen Sachen zusammen, die er und Mave nach dem Umzug in sein Haus hier gelassen hatten. Er geht an dem Zimmer seines Bruders vorbei und schiebt den Brief unter die Tür hindurch.Leise sagt er mit einem warmen Lächeln zu sich selbst:Ich freue mich schon auf das Wiedersehen...

Hastig geht er die Treppe hinunter blickt sich noch einmal um und verläßt die Hallen der Schwerter. Es ist dunkelt, sein Pferd Limtinu schnauft kurz, als Anrangar sich ihm nähert. Er wirft dem Pferd den Beutel über den Rücken ehe er selbst aufsattelt und sich auf zurück zu seinem Haus macht, zurück zu seinen Unzertrennlichen Freunden.

Anrangar's Weg führte ihn in Richtung Evendim zum Abendrotsee. Die Waldläufer dort waren steht enge Freunde von ihm. Jene die ihm stehts unterstützt hatten und er ebenso ihnen. Der Weg dorthin war kein leichter, durch den alten Wald und später über die Berge im Breeland quer durch den Brandywald. Viele Gedanken waren in seinem Kopf, über alte gute Zeiten und schwere neue Zeiten, die anbrachen. Doch waren jene enge Freunde die ihn veranlaßten diesen Weg zu gehen, jene die Treue zeigten, jene die ohne zu zögern ihm beiseite standen, jene die für einander da waren und es stehts sind. Der Regen setzte ein, als die Dunkelheit der Nacht sich breit machte und seinen Schatten über die Lande und die Wälder legte. Nur der Vollmond strahlte hell und Anrangar sah ein kleines blaues funkeln am Boden einer Lichtung. Anrangar beugte sich nieder und hob eine mit Regenperlen benetzte blaue Lilie auf.Was für eine wunderschöne Blume, dachte Anrangar. Vorsichtig pustete er die Regentropfen von den Blütenblättern.Jene Blütenblätter eng an eng stehen sie zusammen und geht nur eines verloren, verliert die ganze Blüte ihre Schönheit. Behutsam legte er die Blume in ein gefaltet Stück Leder, verstaute es unter seiner Lederrüstung, um sie vor dem Regen zu schützen.So eng wie die Blütenblätter dieser Lilie stehen, so eng werden wir für einander da sein...Anrangar setzte mit diesen Gedanken seinen Weg fort.
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