Der kleine Hobbit (neue Ausgabe)

Diskutiert hier über das Vermächtnis Tolkiens.

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Rabensturm
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Der kleine Hobbit (neue Ausgabe)

Beitrag von Rabensturm » Mi 18. Mär 2009, 21:00

Hallo ihrs,

was haltet ihr davon, das die Werke Tolkiens alle Nase lang neu veröffentlicht werden, immer wieder mit kleinen neuen Änderungen.
Als Anlass für diesen Thread nehme ich die Neuauflage des kleinen Hobbits
(http://www.amazon.de/Hobbit-oder-Hin-zur%C3%BCck/dp/3608938001/ref=sr_1_17?ie=UTF8&s=books&qid=1237406277&sr=8-17), die diesen Monat erschienen ist.

Wobei ich selbst bei dieser Ausgabe fast schon schwach werde, da ich ein sehr großer Fan von Alan Lee bin. Ich habe auch schon in der Buchhandlung gestanden und staunen können, wie viele Bilder in diesem Buch sind.

LG
Rabensturm
Garlond
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Re: Der kleine Hobbit (neue Ausgabe)

Beitrag von Garlond » Mo 10. Aug 2009, 17:41

Was soll man davon halten?

Es geht hauptsächlich ums Geld.

Jeder der den Hobbit gelesen hat braucht sich keine weiteren Hobbit-Versionen zu kaufen.
Denn die Geschichte bleibt die Gleiche.

Andere die nicht nur Wert auf die Geschichte in einem Buch legen, sondern wie du schon bemerkt hast, auch auf Bilder, oder auf die Aufmachung des Buchs allgemein, oder auf Feinheiten im Text, die kaufen sich die Geschichte auch zwei Mal oder noch öfter. Da spielt das Geld das man dafür ausgibt eine untergeordnete Rolle.

Abgesehen von den Änderungen durch verschiedene Übersetzungen gibt es grade bei Tolkien immer wieder Anpassungen zwischen seinen Werken und durch neu gewonnene Erkenntnisse aufgrund Tolkiens immensem Nachlass.

Es ist vielleicht vergleichbar mit einem Geschichtsbuch, das sich im Laufe der Jahre durch immer neuere und genauere Erkenntnisse allmählich verändert. Extremes Beispiel; Die Erde ist eine Scheibe........
Es ist mir eine Freude mich mit eurem Leben zu beschützen.
Garlond
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Re: Der kleine Hobbit (neue Ausgabe)

Beitrag von Garlond » Di 27. Okt 2009, 04:04

In Sachen Hobbit ist mir noch was aufgefallen.
Ich dachte immer die Übersetzung von Krege des kleinen Hobbits sei im Gegensatz zum Herr der Ringe besser gewesen.
Die zweite Übersetzung des Hobbits ist von Scherf, und ich war der Meinung die sei schlechter als die von Krege.
Ich hab das mal genauer untersucht und muss meinen ersten Eindruck revidieren.
Was mich dazu gebracht hast ist vollgendes:
Die drei Trolle die Bilbo und den Zwergen ganz am Anfang begegnene, werden bei Scherf noch ganz richtig Tom, Bert, und Bill genannt. (Bin mir grade nicht ganz sicher...... www.Ardapedia.de nachschau........ ha, richtig erinnert, Bill hieß Bill Huggins)
Bei Krege wird daraus plötzlich Billi, Berti und Huggi. Sorry, aber dabei ist mir übel geworden. Es ist zwar ein Kinderbuch, aber das ist eine verunglimpgung sondersgleichen.
Allerdings muss ich gestehen, das Krege an einigen Punkten doch genauer übersetzt hat.
Z.B. sagt Gandalf im Original als er zu Bilbo kommt, nach dem Abend als die Zwerge da waren und er ihn zur Eile auffordert, "great elephants". Krege übersetzt das ganz richtig in großer Elephant, was ich auch Sinngemäß gut einordenen kann. Ich denke ein deutscher Leser kann sich darunter schon auch denken das ein Ausruf wie "Ach du grüne neune" gemeint ist. Scherf scheint der Meinung zu sein er müsse das zum besseren Verständnis in "du lieber Himmel" übersetzten.
Das ist Sinngemäß natürlich auch richtig, und viele Ausdrücke kann man halt nicht eins zu eins aus einer anderen Sprache übersetzten und gleichzeitig den Sinn mit transportieren. Aber in diesem Beispiel finde ich doch die genauere Übersetzung besser.
Es ist mir eine Freude mich mit eurem Leben zu beschützen.
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