Calavel

Schreibt hier die Geschichte Eures Charakters nieder.

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Calavel
Gwador | Bruder
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Calavel

Beitrag von Calavel » So 20. Mai 2012, 22:07

In diesen Thread möchte ich die Geschichte Calavels niederschreiben.
Falls der ein oder andere geschichtliche Fehler auftaucht, dürft Ihr mich ruhig verbessern. Rechtschreibfehler werden mit der Zeit behoben.
Es wäre ganz toll, wenn der ein oder andere mir ein Feedback schreiben könnte, wo ich mich verbessern könnte oder, ich hoffe das wird es auch geben, was euch gefälllt.

Ganz viel Spaß beim lesen!
Calavel
Gwador | Bruder
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Calavel

Beitrag von Calavel » So 20. Mai 2012, 22:08

Calavels Eltern waren Noldor. Calavels Vater wurde nur einige Jahrhunderte vor dem Beginn des Zweiten Zeitalters geboren. Calavels Mutter wurde erst im Zweiten Zeitalter, ein paar Jahre vor der Gründung Eregions, in Mittelerde geboren.
Nach der Gründung Eregions gründete Calavels Vater, mit einigen anderen Elben, eine Siedlung dort, in der er die Rolle des Ältesten und die des Schmiedes übernahm. Nicht alle Elben Eregions wussten wo diese Siedlung lag und nur die wenigsten Zwerge (diese waren hoch geschätze Verbündete Eregions) wussten um deren Existens.
Ca. 1680 Z.Z. wurde Calavel geboren. Calavel bedeutet so viel wie:"strahlende Herrschaft". Dieser Name wurde von seiner Mutter ausgesucht, da sie, wie viele weibliche Elbe, ein Gespür für die Zukunft hatte. Vielleicht stand der Name für die Hoffnung, das die Noldor trotz der Verbannung, eines Tages wieder nach Aman segeln durften und er einer von diesen sein würde... Calavel war noch ganz jung, als Eregion von Saurons Dienern angegriffen wurde. Die Elben in der Siedlung hörten davon, waren sich aber sicher, das durch das Herr der Verbündeten (Elben, Zwerge) Saurons Diener aufgehalten werden konnten oder aber zumindest Zeit gewonnen würde, um sich vom Land zu verabschieden und sich eine neue Heimat zu suchen. Jedoch täuschten sie sich...


Dort oben leuchteten Sie
Dort oben leuchteten Sie. Tausende Sterne, wie Edelsteine in einem Meer aus Schwärze. Sahen auf einen hinab, wie Weise es nur taten.
Ein leichte Brise ließ die Nacht kühler wirken, als eine Nacht zur Sommerzeit sein sollte. War es nur diese Brise, oder war es eine Warnung, das bald kälteres als dieser Wind über das Land hereinbrechen würde...?
Nein, etwas kälteres hatte das Land bereits heimgesucht... Es war hier!

Calavel rannte. Er rannte, schneller als er bis jetzt je in seinem Leben gerannt ist. Seine Mutter, das hörte er an Ihren hektischen Atemzügen und fühlte er, war nur knapp hinter him. Sie hätte ihn leicht überholen können, doch sie tat es nicht. Wie ein lebendiges Schild schien sie ihn zu schützen... sie versuchte es.
Sie kamen dem Hain, der kaum mehr als Zweihundert Fuß entfernt war, immer näher. Man konnte ihn nur sehen, da die Nacht so beleuchtet war, von den Sternen und dem Mond. Noch vor wenigen Augenblicke waren Calavel und seine Mutter über die Weite Eregions gelaufen, die Sterne betrachtend. Sie hatte ihm erzählt das, wenn er Sterben würde, seine Seele zu einem Stern würde. Darauf hat Calavel sie gefragt, ob er dann Sterben könne. Sie hatte ihm ruhig geantwortet, das sein Körper verenden könne, seine Seele aber Unsterblich sei. Einen Atemzug später wante sich seine Mutter um und erstarrte.

Calavel hatte weiterhin die Sterne betrachtet, die Bewegung seiner Mutter aus den Augenwinkeln gesehen, doch, sich nichts weiter dabei gedacht. Dann, verschwand Sie. Calavel drehte sich um und sah sie... Er wusste nicht genau mit was er sie sah doch ihre Finger hatten die Kehle einer Kreatur umschlossen, um ihm die Luft abzuschnüren. Ihre andere Hand hielt den Unterarm der Kreatur gepackt, die über ihren Köpfen erhoben war, ein seltsames etwas in der Hand. Calavel erkannte den Gegenstand. So etwas hatte sein Vater auch. Es war ein Schwert! Die Klinge dieser Kreatur, das konnte er dank des Lichtes der Himmelkörper und dank seiner guten Augen erkennen, war weder elegant noch edel, wie die Waffe seines Vaters.
Als die Kreatur röchelnd zusammen sackte, die Klinge fallen ließ und seine Mutter einen Satz zurückmachte, merkte Calavel, das sie die Kreatur ein Fuß über den Boden gehoben hatte.
Er erwachte aus seiner Starre.
„Mutter?“, fragte er mit ängstlicher Stimme.
„Lauf, Calavel. Egal was kommt, lauf zu deinem Vater. Sag, das wir uns getäuscht haben, Sie sind hier!“
Sie machte ihm Angst.
„Mutter?“, fragte er mit weinerlicher Stimme.
„Lauf, mein Herz!“
Sie drehte ihm ihren Kopf zu. Sie weinte. Tränen liefen Ihren Wangen hinunter, wie Perlen leuchteten sie im Licht der Sterne. Sie lächelte ihn an. Dieses Bild seiner Mutter, machte ihn panisch. Panischer als diese Kreatur. Was konnte seine Mutter weinen lassen?
Calavel drehte sich auf dem Absatz um und lief los. Er hörte Geräusche, wie rascheln im Gras, das von ihm nicht kam und seine Mutter bewegte sich nicht so schwerfällig. Er sah ein paar Schatten in seinen Augenwinkeln, achtet aber nicht darauf.
Seine Mutter war ganz dicht hinter ihm.
Immer wieder hörte er sie flüstern:“Egal was kommt, lauf! Lauf zu deinem Vater!“.

Da waren sie. Ungefähr Zweihundert Schritte von Calavels Siedlung entfernt.
Sie liefen an einen Hulstbaum, den es in Eregion zur genüge gab, vorbei. Sie waren fast da!
Etwa dreißig Fuß vor dem Hain, nun konnte man erkennen, das zwischen den Bäumen, Häuser von schlichter Eleganz gebaut worden waren, hörte Calavel ein seltsames Geräusch. Etwas wie ein Zischen. Es kam von hinten, durch die Lüfte, auf ihn zu. Vor und neben ihn schlugen Pfeile ein, tödliche Geschosse jagten in die Erde. Er hörte es und spürte es, seine Mutter war nun nicht mehr hinter ihn. Tränen liefen über Calavels Wangen. Er wollte aufwachen. Sofort! Das war ein Traum! Irgendwelche Kreaturen tauchten auf, seine Mutter...
Calavel lief zwischen den Häusern hindurch, die Stimme seiner Mutter noch immer flüsternd hörend.
Eine Elbe kam ihm entgegen. Erst blickte sie erschrocken, dann entsetzt in die Richtung aus der Calavel gelaufen kam. Er stürmte an Ihr vorbei, als sie sich auch in Bewegung setzte. Sie lief nicht nur, sondern gab einen hellen Schrei von sich.
Der hohe, warnende Ruf, war weit zu hören, nicht nur im Hain. Calavel stürmte den Weg entlang durch die Siedllung. Elben stürmten aus den Häusern. Ausnahmslos bewaffnet. Ob mit Dolchen, Schwertern oder Bögen. Es schien so, als habe die Elben nur auf diesen Schrei gewartet. Was dieser zumindest bewirkt hatte war, das die Kreaturen nun nicht unbemerkt mehr eindringen konnten.

Die Elbe die geschrien hatte, setzte mit langen Sätzen an ihm vorbei, den Weg zum Hügel, der sich in der Mitte des Haines erhob, nehmend. Calavel spürte schon, wie der Weg steiler wurde. Als er Schreie hörte. Befehle, Rufe und Schmerzenschreie. Nicht nur die von Elben sondern auch grässliche Schrei, vermutlich die von den Angreifern.
Da! Er sah Ihn! Sein Vater! Er stürmte mit einer schön geschmiedeten Klinge in der Rechten den Hang hinab.
„Vater!“, schrie Calavel. „Vater!“
Calavels Vater war nicht allein. Die Elbe, die geschrien hatte, war an seiner Seite. Sie hielt ein Kurzschwert, kunstvoll geschmiedet, in der Rechten. Beide verlangsamten ihre Schritte. Als sie sich endlich trafen, fragte Calavels Vater ungewohnt barsch:“Was ist passiert!?“
Calavel zuckte zusammen: „Ich...“
„Was!?“
Calavel schluchzte:“Wir waren spazieren, Mutter und ich. Dann hat sie so ein Ding gepackt und... und getötet. Dann sind wir gelaufen. Aber, da waren Pfeile und Mutter... Sie...“
Calavel schluchzte auf. Erneut strömten Tränen über sein Gesicht.
Durch den Schleier aus Tränen sah er wie ein Schmerz in den Augen seines Vater, ihn einen Augenblick lang erstarren ließ. So schnell wie der Schmerz gekommen war, verschwand dieser wieder. Er machte platz für einen Zorn. Ein Zorn der Calavel zusammenzucken ließ und die Elbe einen Schritt von ihm zurückweichen ließ. Es schien, als würde die Nacht noch dunkler um Calavels Vater. Er schien zu wachsen, ragte nun wie ein Riese über ihn empor, seine Augen voll Wut, das Calavel nun auch einige Schritte zurück stolpern ließ.
„Lauf, Junge! Lauf zu Gonvad, er ist noch im Haus. Flieh mit ihm. Ihr müsst fliehen von hier, aus Eregion!“
„Vater... ich habe Angst“
Calavel war wieder kurz vor einem Tränenausbruch.
Nun entspannten sich die Züge seines Vaters. Er wirkte nun nicht mehr so bedrohlich, als er sagte: „Calavel, Angst hat einen Grund. Sie sagt dir wenn du lieber an einen anderen Ort sein solltest.“ Er beugte sich hinab und küsste Calavel auf die Stirn. „Wir werden über dich wachen. Du wirst nie alleine sein.“
Dann erhob er sich wieder, schien wieder zu wachsen, die Dunkelheit schien sich zu verdunkeln und mit wenigen Sätzen verschwand er in der Dunkelheit. Dem Feind entgegen.
Die Elbe löste sich aus der Starre. Sie war eine Freundin seiner Mutter. Ihr standen Tränen in den Augen und ihr langes schwarzes Haar fiel ihr wirr über die Schultern.
„Komm, ich bringe dich fort von hier.“

Wie im Traum überwanden sie gemeinsam die letzte Strecke bis zum Gipfel des Hügels. Dort oben wuchsen Hulstbäume um ein Haus, das sich kaum von der Schlichtheit und Eleganz der anderen Gebäude der Siedlung unterscheidend.
Keines der Fenster war beleuchtet und dort sollte Gonvad sein?
Dann hörte und sah Calavel wie sich die Tür öffnete und eine kleine Gestalt das Haus verließ. Einen Augenblick dachte er, die Kreaturen waren bereits hier oben, aber als eine Laterne die Gestalt erhellte, welche sie in der Hand trug, erkannte Calavel Gonvad. Er war ein Zwerg, einer der wenigen, die um die Existenz der Siedlung wussten.
Calavel war bereits größer als der Gonvad, obwohl er noch nicht mal erwachsen war. Gonvad war geschätz in der Siedlung, trotzdem fanden viele Elben es immer witzig wenn das „kleine Männchen“ sich wieder über fehlendes Bier oder über das „nerviger Getzwischer von Elben“ beschwerte. Er und Calavel verstanden sich gut. Er war etwas wie ein... ein Bruder für Calavel. Auch wenn er nicht wusste was das war, er hatte keine Geschwister und in der Siedlung war er mit Abstand der jüngste Elbe.
„Was ist hier los?!“ fragte Gonvad, als er die Elben im Schein der Laterne erkannt hatte.
„Sie sind hier. Ich weiß nicht wie viele, nur das wir nicht viel Zeit haben“ Die Elbe blickte dem Zwerg tief in die Augen.
Gonvad schien zu verstehen wer „Sie“ war. Er löste ein Beil, das er immer trug (selbst im Schlaf, das hatte Calavel mit eigenen Augen gesehen), von seinem Gürtel und hielt es kampfbereit in der freien Hand.
„Wo? Diese Viecher schicken ich zurück wo sie hergekommen sind!“ Gonvad blickte suchend um her, als würde „Sie“ gleich aus dem nächsten Buch marschieren und vor sein Beil laufen.
„Nein, du musst mit Calavel fliehen!“, sagte die Elbe scharf.
Während eine kurze Diskossion entbrannte in der es darum ging, wer nun Calavel begleitet und wer nicht und etwas über die Sturheit von Zwergen und die Arroganz der Elben, starrte Calavel vor sich hin. Er schien nichts, was in dieser Nacht passiert war, realisieren zu können.

Endlich kamen die beiden zu einem Ende. Gonvad hatte sich dem Wunsch der Elbe und Calavels Vater gefügt.
„Lösch die Laterne, Sie sehen uns ja schon aus Hundert Fuß Entfernung!“
Gonvad löschte, etwas murmelt von wegen, er sei ja keine Eule, die Laterne.
Dann eilten sie, den Zwerg stolpernd hinter sich, den Hang hinab.
Sie liefen in die entgegengesetzte Richtung, von woher die Rufe der Kämpfer ertönten. Sie kamen nicht weit...
Auf einmal blieb die Elbe stehen. Dann machte sie einen Satz nach vorne. Nun sah es Calavel auch. Die Kreaturen waren hier. Da waren drei, vier, fünf von ihnen vor ihnen aus dem Gebüsch gestolpert. Die Elbe hatte mit ihrer schnellen Reaktion sie überrascht und hatte einen bereits die Kehle aufgeschnitten als die anderen erst reagierten. Gonvad hörte konnte aber nicht wirklcih sehen wo die Feinde waren.
„Wo... Hey! Ihr Ausgeburten von einem Troll!“
Calavel wich einige Schrite zurück, als zwei der Kreaturen sich zu Gonvad umwanden und auf ihn zu rannten. Die Elbe hatte bereits einen zweiten zur Strecke gebracht und wich einem Hieb der Kreatur vor sich aus. Gerade als die Elbe den Gegner vor sich mit Ihrem Schwert durchbohrte und Gonvad einen der seltsamen Kreaturen sein Beil in den Bauch jagte, tauchte ein weiteres dieser Wesen hinter der Elbe auf. Calavel wollte rufen, doch es war zu spät. Die Elbe schien den Ork aus den Augenwinkeln gesehen zu habe, denn sie drehte sich elegant, die Klinge von sich weggestreckt um ihn aufzuschlitzen wenn sie die Drehung beenden würde. Die Klinge des Orks war schneller. Er durchbohrte die Elbe kurz bevor ihre Klinge die Kreatur erreichte. Während dieses Ding zu Boden fiel, leblos wie die anderen seiner Art, ging die Elbe auf die Knie. Gonvad schrie auf. Die letze Kreatur fiel durch einen Hieb seines Beils.
Er blickte sich um, er schien Calavel zu erkennen, sah aber die Elbe nicht. Er tastete sich vor, während Calavel wie erstarrt stehen blieb. Als Gonvad bei der verwundeten Elbe angekommen, sackte diese vorn über. Gonvad bückte sich und drehte den Körper der Frau um. Er betrachtete sie, legte einen Finger an ihren Hals, wartete kurz und schüttelte den Kopf.
„Komm, Junge. Wir müssen hier weg!“
Calavel bewegte sich langsam vorwärts. Gonvad kam ihm entgegen, packte ihn und führte ihm mit einem weiten Bogen um den Leichnam der Elbe herum.
Calavel wannte sich langsam zu dem Zwerg. Er konnte das nicht glauben. Alles in ihm sträubte sich dagegen, dies zu glauben.

Er musterte kurz den Zwerg, wenigstens er...
„Ihr seid verletzt!“ keuchte Calavel als er eine Wunde an Gonvads Arm sah.
„Ah, das. Ist nur ein Kratzer von diesem Scheusal, das jetzt bei seinem Freunden ruht.“
Während beide durch den Hain stolperten, in die Richtung die Gonvad für richtig zu finden schien, dachte Calavel an seine Mutter. An seinen Vater. An alle Elben, die den Tod bereits gefunden hatten.

Dort oben leuchteten Sie.
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